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Feministisch, rassistisch, nicht gut

Von Sagwas-Redaktion / 8. März 2016
Rochus Wolff/ flickr

Seit der Silvesternacht in Köln ist die Flüchtlingsdebatte um die Frage nach den Rechten der Frauen erweitert worden. Zumindest soll es danach aussehen.


Der Feminismus ist das neue F-Wort. Jeder benutzt das Prädikat „feministisch“ für sich, wenn es dem eigenen Zweck dient. Man(n) muss (deutsche) Frauen vor gefährlichen jungen Männern aus dem Ausland schützen, fordern rechtsgesinnte „Wutbürger“, wann immer sie die Möglichkeit dazu haben. Und zwar oft genug unhinterfragt, unzensiert und unwidersprochen.

Vor lauter Panikmache lässt sich leicht übersehen, was auf diese Weise hier passiert: Die öffentliche Debatte über die nach Deutschland Geflüchteten tendiert spätestens seit der Silvesternacht in Köln in eine ausschließlich negative Richtung. Flüchtlingen wird eine potentielle Gewaltbereitschaft unterstellt, die unvereinbar ist mit dem vermeintlich aufgeklärten Selbstverständnis unserer Gesellschaft, einer Einwanderungsgesellschaft.

Dadurch wird das, was sich Frauenrechtlerinnen unter dem Begriff Feminismus hart erkämpft haben – und worum sie immer noch streiten – nicht nur massiv missbraucht. Weil immer lauter und immer öfter unhaltbare Schlussfolgerungen verbreitet werden, finden plötzlich rassistische Argumente auch in Kreisen Gehör, die sonst eher als linksliberal gelten. Oder ist das alles nur ein gefährliches Missverständnis?

WER 

Dr. Carola Reimann, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion

Sinthujan Varatharajah, Autor und Projektkoordinator bei Flüchtlinge Willkommen

Emine Aslan, Mitinitiatorin #ausnahmslos, und

Prof. Dr. Kira Kosnick, Goethe-Universität Frankfurt am Main

diskutieren gemeinsam, wie Frauenrechte im Kontext der aktuellen Flüchtlingsdebatte thematisiert werden und fragen konkret: Wie kann der Feminismus mit dem populistischen Missbrauch von Frauenrechten umgehen? Welche Rolle spielen Religion und Herkunft in den aktuellen Debatten? Welche Aufgabe kommt der Politik angesichts der Entwicklungen zu?

Moderiert wird die Runde von Heide Oestreich, taz/ kulturradio rbb.

WANN

Den Livestream der Veranstaltung hier mitverfolgen können Interessierte am 14. März zwischen 18:00 und 20 Uhr. Im Anschluss wird eine Videoaufzeichnung bereitgestellt.

Ein Besuch unserer Seit lohnt also auf jeden Fall – egal, wann.

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