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Exklusiv statt inklusiv

Von Sagwas-Redaktion / 23. November 2015
Credits: dpa / picture alliance;

Statt den Freihandel im multilateralen System voranzutreiben, werden die wichtigsten Freihandelsabkommen derzeit exklusiv verhandelt. Begraben TPP und TTIP das multilaterale Handelssystem? Am 23.11.2015 diskutieren wir mit Ihnen die Konsequenzen der „Megaregionals“ für das Welthandelssystem.

Über Jahrzehnte hinweg wurde der Freihandel im multilateralen System, institutionalisiert durch die Welthandelsorganisation (WTO), gepredigt: Handelsbarrieren sollten weltweit gesenkt werden und alle Staaten am internationalen Handel teilnehmen. Der globale Freihandel würde die Entwicklungs- und Schwellenländer am globalen Wachstum teilhaben lassen und Wohlstand bringen.

Diese Diskussion findet statt im Rahmen des Projekts "Gute Gesellschaft - Soziale Demokratie #2017plus".
Diese Diskussion findet statt im Rahmen des Projekts „Gute Gesellschaft – Soziale Demokratie #2017plus“.

Mit TPP (Trans-Pacific Partnership), CETA (Comprehensive Economic and Trade Agreement) und TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) verhandeln plötzlich nur noch einzelne Länder bzw. Länderblöcke miteinander: Die US-Amerikaner mit einer Gruppe von Pazifik-Staaten, die Kanadier mit den Europäern und die Europäer mit den US-Amerikanern. Das Ziel dieser neuen regionalen Handelsabkommen ist es nicht nur, bestehende Zölle weiter zu senken, sondern auch internationale Standards beim Arbeits-, Umwelt-, Gesundheits-, Verbraucher- und Investitionsschutz festzulegen.

Welche Konsequenzen ergeben sich für Entwicklungs- und Schwellenländer, wenn die Reichen die Regeln des Welthandels unter sich ausmachen? Bedeuten die Abkommen eine Absage an die WTO oder helfen sie, das multilaterale System weiterzuentwickeln? Und schließlich: Wie wird das Welthandelssystem der Zukunft gerecht gestaltet?

Diesen Fragen geht eine Diskussion der Friedrich-Ebert-Stiftung heute ab 19 Uhr in Berlin nach. Diese Veranstaltung findet statt im Rahmen des stiftungsweiten Projekts „Gute Gesellschaft – Soziale Demokratie #2017plus„.

Auf dem Podium diskutieren:

Thorsten Schäfer-Gümbel (stv. Parteivorsitzender der SPD)
Bipul Chatterjee (Generaldirektor von CUTS International)
Prof. Jane Kelsey (Professorin für Internationale Handelspolitik und Recht an der Universität Auckland)
Prof. Gabrielle Marceau
(Beraterin der Rechtsabteilung der WTO)
Felix Neugart
(Deutscher Industrie- und Handelskammertag)

Das ausführliche Programm findet ihr hier: Programm.

Seht hier den Livestream ab 19:00 Uhr:

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