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Weiblich, selbstbestimmt, muslimisch

Von Sagwas-Redaktion / 1. Februar 2016
Credits: Rochus Wolff/ flickr; Lizenz CC BY-NC-SA 2.0

Islamischer Feminismus – ist das nicht ein Widerspruch? In den Medien wirkt der islamische Glaube in dieser Hinsicht wenig modern.

Ist der Islam frauenfeindlich? Nach aktuellen medialen Debatten zu urteilen, kommt man wahrscheinlich zu dem Schluss: Ja, der Islam gesteht Frauen auf den ersten Blick eine weitaus geringere Wertschätzung zu als Männern.

Dass diese Feststellung zu kurz greift, beweisen nicht nur viele gläubige Muslima jeden Tag. Die Realität ist komplexer, als es uns Vorurteile leichtfertig glauben machen wollen. Ebenso wenig wie es „den Islam“ gibt, kann von einheitlichen islamischen Geschlechterbildern die Rede sein.

Aber was genau unter islamischem Feminismus zu verstehen ist, ist vielen noch immer ein Rätsel. Es gibt noch immer zuviele offene Fragen. Etwa:

  • Welche aktuellen Debatten um Frauen- und Männerbilder sowie Geschlechterrollen werden in islamischen Gemeinschaften diskutiert?
  • Welche Vorstellungen von Frauenrechten und Gleichberechtigung treiben die islamischen Feminist_innen an?

Diese und weitere Themen zu hinterfragen, ist längst überfällig.

WER

Am 3. Februar begrüßen deshalb

  • Dr. Dietmar Molthagen, Friedrich-Ebert-Stiftung, Forum Berlin und
  • Dr. Tuba Işık, Vorstandsvorsitzende Aktionsbündnis muslimischer Frauen e. V.

unter anderen

Anse Tamara Gray, Gründerin von rabata.org, University of St. Thomas (St. Paul, USA). Gray wird während eines Einführungsvortrags Überlegungen zum Thema Konzepte und Realität eines islamischen Feminismus äußern. Der Vortrag findet in englischer Sprache mit Simultanübersetzung statt.

Anschließend kommentiert Dr. Ina Czyborra, MdA, Frauenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im
Berliner Abgeordnetenhaus, das Thema aus Sicht der Politik.

WANN

Die Veranstaltung via Stream live mitverfolgen können User am 3.2. hier ab 16 bis 17:15. Im Anschluss wird die Diskussion als Aufzeichnung zur Verfügung stehen.

Ein Besuch unserer Seite lohnt sich also – egal, wann.

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